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#16

RE: [Kalifornien] Kunst und mehr für Anfänger [Robbie & Meo]

in Die Oase Peepshow 05.09.2022 18:53
von Robbie | 59 Beiträge

„Es ist keine Frage der Schuldzuweisung.“ sie sah ihn offen an, ihre blauen Augen in seinen undeutsamen. Eben hatte sie gedacht, sie wären braun, nun sah sie, das er braune Augen hatte. „Es hätte selbstverständlich sein müssen, vorher zu reden, also zieh ich mir den Schuh genau so an die du ihn dir anziehn kannst, wir sind also quitt.“ es sollte nicht nur einer für diese Sache Verantwortung übernehmen oder verantwortlich sein, sondern sie beide hatten dazu beigetragen. Es war, für sie, nun okay. Dennoch fühlte sie sich nicht wie neunzehn, als sie so mit ihm sprach. Irgendwie wirkte sie weiser. Wahrscheinlich weil ihr Daddy auch nicht wirklich viel älter war. In ihrer Familie waren irgendwie alle, nun von ihrem Standpunkt aus, doppelt so alt wie die nächste Generation. Dennoch fühlte sie sich nicht schlecht deswegen oder gar ausgeschlossen. Sie empfand es als tröstend, einen so jungen Vater und auch Großvater zu haben. Selbst in Schottland würde sicher noch ein Urgroßvater rum sitzen und in seinem Rollstuhl, oder noch sehr fit, dem Personal hinterher jagen. Es würde ihr gefallen. Meo war nicht ihr erster, aber auch nicht ihr erster Orgasmus. Dennoch hatte der Orgasmus mit ihm, ihr sehr gefallen. Robbie hatte nicht gedacht, dass sie eine dieser Frauen war, die kommen konnten und dabei das halbe Bett mit ihrem Vaginalsekret versauen konnten. Innerlich lachte sie. Sie konnte, wie ein Mann, spritzen. Ob das nun toll war? Sicher, sie hatte zwischendurch auf mal versucht, sich selber zu befriedigen, wer nun nicht, aber es hatte sich, natürlich, nie so schön angefühlt, als wenn es jemand für sie übernahm. Zumal sie ja, bis vor Kurzem, keine Erfahrungen hatte.

Sie blickte ihn leicht verlegen an. „Es war sogar ein Prinz...“ und das war noch nicht mal gelogen. Doch sie zuckte mit der Schulter. „Wer es war, war mir nie egal, es war einfach nur wichtig, das ich mich als Frau bei ihm geborgen fühlte, das nicht so ein großer Altersunterschied besteht und dass wir irgendwie ein wenig gemeinsam haben. Kunst ist schön, ich gehe gerne in Museen, aber ich liebe eher die Geschichte hinter den Dingen. Warum hat man das so gemacht, was hat sich der Künstler damals bei seiner Schöpfung gedacht? Warum hat er die Hand so gestaltet... warum hat er den weißen Marmor genommen... wie schwer war es, aus diesem Block diese Skulptur zu fertigen, wie ist man da vorgegangen...“ wieder zuckte sie mit der Schulter und deutete auf das Bild vor ihr. „Die Schüler hier, beginnen mit dem liegenden Körper, die Rundungen, dann die Gliedmaßen, zuletzt der Kopf.“ sie deutete auf das Bild und bedachte, dass sie das war. „Ich bin sogar sehr zickig. Ich bin ein Einzelkind, das erste Mädchen im Stammbaum seit beinahe tausend Jahren und ja.. irgendwie ist das schon etwas anderes. Daddy will mich vor Allem auf der Welt beschützen, aber das kann er nicht.“ sie könnte genau so gut Shoppen gehen und einer würde da rumballern, sie könnte sich einen Kaffee bei Starbucks kaufen, und einer würde mit dem Wagen in den Laden fahren. Solche Zufälle gab es. Man sollte es nicht heraufbeschwören, aber sie konnte jederzeit und jeden Tag sterben. Das man sie in Watte packen wollte, erklärte ihr Vater ihr so, dass sie einfach so zierlich war. Dabei könnte sie, mit den richtigen Mitteln, sogar einen Schrank wie ihn, niederstrecken. Männer dachten immer an ihre körperliche Überlegenheit, das es aber auch auf Geschick und Wendigkeit, Strategie, ankam, das bedachten viele nicht. Robbie lächelte jedoch. „Aber danke für das Kompliment.“ so was hörte man sehr gerne, nun aber eines zu erwidern, weil es vielleicht angebracht war, etwas nettes zu sagen, tat sie nicht. Es musste nicht aus Höflichkeit sondern aus ernster Überzeugung geschehen.

Leicht lachte sie. „Ich hab mir auch den alten, haarigen, Rektor vorgestellt, der die Haare auf Schulter und Rücken schon scheiteln kann. Ich bin ehrlich froh, das es jemand ist, den ich mag, und der mir auch den Respekt erweist. Danke dafür.“ so musste das geschehen, Respekt. Da konnte man auch gerne ein Lob und ein Danke für hergeben, wobei es ja nicht gekünstelt wirkte, sondern ehrlich. Sie hielt nichts davon, mit ihrer Meinung hinterm Berg zu halten, hatte sie nichts von. Wenn ein Kleid an einer ihrer Freundinnen schieße aussah, sagte sie es auch. Sie wusste ja selber, das Kleider nicht immer so fielen, wie sie fallen sollten. Maßanfertigung hießt das Zauberwort, aber es gab manchmal so hübsche Kleider, da verfluchte sie schon ihre geringe Oberweite. „Außerdem, schätzen mich einige für älter. Vielleicht weil ich nur mit alten Männern zuhause gesegnet bin.“ sie lachte. Zwar war ihr Dad nicht alt, aber er war eben... ALT. Sie schüttelte leicht den Kopf. „Alter ist nur eine Zahl, Meo. Das wirklich wichtige ist das Herz. Der Charakter... Das Aussehen spielt eh auch eine Rolle, aber wichtig ist das Herz.“ sie war eben so. Vielleicht eine zu romantisierte Vereinfachung der Singe, aber sie fühlte sich, in diesem Fall, wohl dabei. Sie konnte sich alles kaufen, gute Ärzte, schönen Schmuck, teure Kleider, auch einen tollen Körper, aber Geld machte keinen Charakter und wenn nur einen unschönen. Man musste den Müllmann so behandeln wie den Bankier. Dann war man gut. Man hatte es auch bei Obama gesehen. Nein, sie behandelte ihre Leute gut, das hatten sie verdient.

Natürlich wusste sie, dass sie daran nicht Schuld war, das er das Kondom vergessen hatte, sie hatte aber auch nicht daran gedacht. War es nun gut, das angesprochen zu haben? Würde es eine Fortsetzung geben und wenn ja, mit Gummi? Sie lächelte ihn zuversichtlich an. „Freut mich. Macht es dir wirklich nichts aus, das ich nicht die alte 60-jährige bin, die weitaus mehr Erfahrung hat?“ Es war eigentlich kaum zu glauben, aber nur auf alten Pferden lernte man reiten, oder wie sagte man so schön? Mit Pferden konnte sie jedoch nichts anfangen. Als ihre Freundinnen alle ein Pferd haben wollten, wollte sie lieber einen Falken, oder einen Adler. Beides war natürlich nicht in Erfüllung gegangen, aber sie hatte mal einen Streicheln dürfen, das kam der Erfüllung ihres Wunsches schon recht nah. Dann lieber einen Hund, aber dann auch nichts so eine Fußhupe, sondern einen richtigen Hund. Zottelig musste er nicht sein, aber schön. Eben Hund. Meo stellte sich nun auch richtig vor und küsste ihre Hand. Etwas, was sie nicht erwartet hatte. Sie wurde rot. „Ich lache sicher nicht.“ er kam aus der ewigen Stadt. Sie mochte Rom. „Ich bin heute immer noch sehr … bewegt.... ja, bewegt, wenn ich die Villa di Medici sehe... Alles in Rom hat so seine Jahrhunderte überdauert und ist immer noch so erhaben... eben... ewig...“ erneut lachte sie. „Die beste Pasta für mich habe ich in der Quel che c’è an der Via Torino gegessen. Ich liebe die Carbonara dort...“ sie setze sich wieder hin und schlug ein Bein über. „Vatikanstadt ist auch toll, besonders das Museum. Ich bin nicht religiös, aber man muss, wenn man einmal in Rom ist, dorthin.“ da war sie sicher. Nicht umsonst sprach sie fließend italienisch. Aber sie wollte Meo nicht mit dem Können beeindrucken, sie wollte ihn gar nicht beeindrucken, sie wollte keinen abschleppen oder so was, sie würde sich einfach nur gerne mit ihm weiter über Roma unterhalten wollen. „Aber die besten Meeresfrüchte findest du in Neapel im 28 Posti Bistrot con Gusto. Ich hab noch nie, und das meine ich wirklich so, noch nie, einen so leckeren gefüllten Calmar gegessen. Die Austern sind ein Träumchen... wobei die in Rhode Island einen ticken besser schmecken.“ Sie füllte sich ihre Cola nach, und trank gleich einen Schluck daraus. Ich habe vor, mit ein kleines Häuschen in Nizza zu holen, zwar nicht Neapel oder Rom, aber ich finde, Frankreich hat auch etwas... entspanntes. Italien ist zwischendurch sehr hektisch, aber Frankreich ist dieses... ach was solls, mach ich es heut nicht, mach ich es morgen...“ man konnte es nicht beschreiben, aber sie fühlte die ruhige Gelassenheit der Franzosen, genau so fühlte sie auch die Leidenschaft der Italiener. Sie war eine kriegerische Schottin. Schotten waren freundlich, aber misstrauisch gegenüber Fremden, dennoch aber einladend, doch wenn du es mit ihnen verbockst, dann hat man verschissen. Sie waren feurig, leidenschaftlich, sie konnten anpacken und waren, wie sie, gerade heraus.


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#17

RE: [Kalifornien] Kunst und mehr für Anfänger [Robbie & Meo]

in Die Oase Peepshow 08.09.2022 11:20
von Meo | 346 Beiträge

Ein Prinz. Irgendwie passte es zu Robbie und Meo erwiderte ihr Lächeln. Irgendwie erzählte sie alles so leicht, als wäre gar nichts dabei. Meo gefiel das, aber normalerweise redete er über solche Sachen nicht. Da war er bei der Kunst schon eher auf sicherem Terrain.
„Ja, das ist sehr interessant. Besonders wenn ich als Restaurator arbeitete sind solche Dinge wichtig. Denn dann erhalte ich die Dinge und erschaffe nichts neues.“ Es war eigentlich sogar das Schwierigste an seinem Beruf. Eben keine eigene Note hinein zu bringen. Dafür waren seine eigenen Werke da.

Er glaubte ihr auch sofort, dass sie ein Einzelkind war. „Mir würde es vermutlich auch so gehen wie deinem Vater.“, antwortete Meo ernst. Natürlich würde er seine Tochter beschützen. Vermutete er doch ganz stark. Aber er hatte keine und das würde er mit Sicherheit auch nicht anders wollen. Doch seine Nichten waren da, wenn er sie traf, dann war er doch sehr bedacht darauf, dass ihnen nichts geschah. Über seine Neffen dachte er allerdings ebenfalls so.
Er lächelte als er Robbie ein Kompliment machte. Meo störte es keinesfalls keins zurück zu bekommen. Entweder ein ehrliches oder gar keins, alles andere benötigte er nicht und hasste das eher wie die Pest.

Aber dann bekam er doch noch eins und Meo lachte leise. „Gern geschehen.“ Tja, Respekt hatte er, aber warum sollte er das auch nicht haben? Meo holte sich ebenfalls etwas neues zu trinken. In einem schienen sie sich sehr zu gleichen; er behandelte auch alle, unabhängig von ihrer Herkunft. So etwas war ihm völlig egal. Darüber dachte er nur selten nach, aber vielleicht war das auch einfach und leicht, wenn man sich um Geld keine Sorgen machen musste.
„Was studierst du denn eigentlich?“, wollte er nun wissen, darüber hatten sie noch gar nicht gesprochen.

Meo warf Robbie einen längeren Blick zu, schüttelte dann den Kopf. „Ich benötige niemand mit Erfahrung. Obwohl man lernt ja nie aus...“ Kurz zuckte er mit den Schultern. Er kannte keinen Mann, der lieber die Sekretärin als Robbie gehabt hätte. Aber gut, jedem das seine. Ihm war es vollkommen egal, was andere so trieben.
Es war aber die Erwähnung seiner geliebten Heimatstadt, die ihm ein Funkeln in die Augen brachte. „Ehrlich?“, fragte er nach und auf einmal sehr vergnügt. „ Ich liebe auch die Pasta in der Quel che c’è“ .Meo griff sich kurz ans Herz, lächelte Robbie an. „Ich bin so oft in Rom, wie es nur geht.“ Und wenn man oft in Rom war und dort auch arbeitete, zumindest als Restaurator mit hervorragendem Ruf, dann kam man zwangsläufig mit der Vatikanstadt in Berührung. „Ich war schon oft in der Vatikanstadt und in den Museen dort. Wenn wir uns dort mal treffen sollten, ich habe Zutritt zu einigen Bereichen, die sonst für Besucher gesperrt sind.“ Ein ehrliches Angebot, das er nicht jedem machte.

„In Frankreich war ich auch schon öfter, ich liebe den Wein dort.“ Nun, er war nun mal bekennender Rotweintrinker, Weißwein manchmal auch. Ach, damit konnte man Meo immer locken. „Ich reise sehr gerne, das scheinen wir gemeinsam zu haben.“ Er war auch unheimlich gerne im Hinterland unterwegs, doch natürlich reizte ihn auch der Trubel in den Hauptstädten.


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#18

RE: [Kalifornien] Kunst und mehr für Anfänger [Robbie & Meo]

in Die Oase Peepshow 23.09.2022 18:27
von Robbie | 59 Beiträge

„Da muss man auch sehr vorsichtig sein, nicht wahr? Nicht so wie die dumme Frau die das Jesusbild zerstört hat, nicht wahr?“ sie blickte ihn offen und neugierig an. „Ich habs ja nicht so mit Religion, ist für mich alles der gleiche Beschiss. Aber sollen die Scheinheiligen nur glauben das alles dadurch besser wird.“ da war sie wieder Keltin. Sie glaubte eher an Naturgeister ihre wundersame Wirkung und an Kräuter. Sie war keine Wicca oder sonst etwas, sie glaubte einfach nur an das kleine Volk. An Kobolde, Feen und Hexen. Vielleicht auch etwas kindisch, aber wenn sie Geschichten lauschte, dann war es, als ob sie es fühlte. Gerne wäre sie in Schottland geboren worden. Was nicht war konnte man schlecht bedauern, aber irgendwie schon. Sie hatte sich jedoch ihre Schicksal vor langer Zeit ergeben. Dennoch war sein Beruf sehr anstrengend, konnte sie sich vorstellen. Er hatte aber auf jeden Fall sanfte Hände. Die brauchte man wohl als Restaurator. „Ist es denn nicht schade, das man die alten Werke wieder zum Leben erweckt, als etwas eigenes zu erschaffen? Gibt es da noch einen Markt für?“ sicher, der Zahn der Zeit machte auch vor Bildern nicht halt, aber Robbie dachte nicht daran das sich in der Farbe der Ruß, Staub oder auch Dreck ansammelte, sie hatten ein Hausmädchen das alles sauber hielt und wenn nicht, würde man gewiss ein neues finden, aber dass da in einigen Jahren oder auch Jahrhunderten, etwas nachdunkelte, das wusste sie ja schon. Vielleicht dachte sie auch nur, in diesem Moment, nicht daran, das Farbe auch absorbieren konnte, eben diesen Schmutz. Es war faszinierend. Sie lauschte ihm gerne.

Dennoch verzog sie leicht das Gesicht. „Oh komm! Du nicht auch noch...!“ sie seufzte. „Ich mein, ich weiß das mein Dad es nett meint, aber mal ehrlich, ich bin 19 und er ist 40... ich kann auf mich selber aufpassen und meine Stützräder hab ich schon lange ab. Ich kann verstehen das er aufpasst, ich werd immer seine kleine Tochter bleiben, der er Zöpfe flechten musste oder der er beistehen musste, als sie ihre Tage das erste Mal bekam, aber ich werd bald zwanzig und dann brauchts noch ein Jahr dann bin ich in diesem gottlosen Land endlich volljährig. Himmel, warum geht das in Europa leichter als hier?“ sie warf die Arme hoch, ihr Bademantel verrutschte und sie grinste, als sie ihn wieder zurecht zog. Schwer seufzte sie. „Ich werd wohl nie Mutter, ich seh mich da nicht. Vielleicht stirbt unser Name nicht aus, aber ich werd mit Sicherheit nicht die Brutkammer eines Alien werden.“ Kinder waren ausgeschlossen.

„Linguistik.“ sie leckte sich über die Lippen. „Klappt auch ganz gut, ist nicht so schwer wie alle behaupten, ich hasse jedoch zahlen, also wäre BWL oder so was nichts für mich. Ich denke, ich nehm irgendwann einen Job als Sprachwissenschaftlerin an, oder Dolmetscher und ende.“ so genau hatte sie sich das noch nicht überlegt. „Ich weiß es noch nicht, mal sehn. Ich reise gerne und denke, das man das auch gut miteinander verbinden kann. Wenn ich nicht arbeiten will, mach ich es auch nicht, so gesehen brauche ich das Geld nicht, aber ich will schon was zu tun haben.“ ohne eben groß was zu tun. Sie lächelte bei dem Gedanken. Immerhin konnte sie schon französisch und italienisch, englisch eh und spanisch war auch kein Thema. „Ich möchte noch chinesisch lernen, aber dafür muss ich in das Land reisen um es dort zu lernen, und japanisch auch. Der Mark in China bricht zwar langsam ein, aber ich denke, als Handelsmacht haben sie noch so viele Eisen im Feuer, da sollte man früh einsteigen.“ und es wäre sicher nicht verkehrt, auch mal bei einem Chinesen auf chinesisch zu bestellen, also in China, nicht hier.

Sie sah sein Leuchten, sie sah seine Leidenschaft für Rom. Dennoch zuckte sie mit den Schultern. „Danke, aber ich weiß nicht, ob ich mich in Vatikanstadt so wohl fühlen würde. Ich habs echt nicht mit der Religion. Weißt du... durch die katholische Kirche starben Millionen..., ganze Völker und Gruppen wurden durch sie ausgelöscht, Lebensweisen und Arten zerstört oder gefoltert... das möchte ich nicht unterstützen. Ich unterstütze lieber als Supporter die LGBTQ+ und das ist nur richtig so.“ mehr brauchte man dazu nicht zu sagen. Sollte jeder lieben wen er wollte, oder sie. Es war ihr schnuppe. Sie interessierte sich nicht für andere Frauen, das wusste sie, aber es wäre ihr egal wenn jemand mit einem Mann oder einer Frau oder beidem glücklich war. Jeder wie er wollte und nicht anders.

„Ich mag süßen Wein sehr gerne. Nicht unbedingt Lambrusco, aber süß, lieblich... der Moscato ist mein Liebster.“ der schmeckte immer gut. Ja, sie schienen wirklich viel gemeinsam zu haben, etwas, was ihr gefiel. Ihr Kopf legte sich leicht schief, sie blickte Meo an. „Bartolomeo...“ sie ließ den Namen auf ihren Lippen zergehen. „Ich mag deinen Namen. Wusstest du das der auch in einem Anime vorkommt?“ sie grinste.


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#19

RE: [Kalifornien] Kunst und mehr für Anfänger [Robbie & Meo]

in Die Oase Peepshow 01.10.2022 22:05
von Meo | 346 Beiträge

Meo war ehrlich fasziniert davon, dass Robbie ihn so offen ansah und an allem interessant schien. Und noch dazu eine ganze Menge wusste, von denen die meisten Menschen noch nie gehört hatten. „Vorsicht gehört beim restaurieren dazu“, bestätigte Meo ihre Worte. „Aber ich bin gut ausgebildet worden und kein Amateur, so wie diese arme Frau damals.“ Die konnte einem schon leid tun, dass ihre guten Absichten so missraten waren.
Mit der Religion hatte es Meo ebenfalls nicht so, doch das war ein Thema für sich und er wollte keinen Smalltalk darüber betreiben. Jedenfalls nicht in diesem kurzen Moment. Er hörte ihr weiter zu, lächelte dann auf einmal ehrlich. „Ich kann mich über Aufträge nicht beklagen“. Ja sicher gab es einen Markt für Restauratoren. Besonders wenn man so gut war wie er. „Es ist schön, etwas altes zu erhalten“, fügte er hinzu. „Und ich erschaffe auch gerne etwas eigenes. Das gibt eine gute Balance“. Das war etwas, was Meo persönlich im Gleichgewicht hielt. Er wusste, dass er ohne die Restauration dazu neigte die Bodenhaftung völlig zu verlieren und dem Klischee des exzentrischen Künstlers durchaus zu entsprechen. War ihm durchaus schon passiert. Gab da einige Wochen in seinem Leben, an die er nicht gerne zurück dachte, wenn er sich überhaupt erinnern konnte.

Aber vielleicht war Robbie dafür zu jung. Meo lachte leicht als sie das Gesicht verzog und von ihrem Vater erzählte. „Er meint es sicherlich nur gut.“ antwortete er, musste sich dann zurück halten um Robbie den Bademantel nicht selbst wieder über die Schultern zu ziehen. Dieses verdammte Stück Stoff!
„Bist du öfter in Europa? Ich flieg öfter mal hin. Bin auch gerne in der Schweiz.“, gab Meo zu. Einige Sachen waren dort nicht so prüde wie in Amerika. Ein Umstand, den er schon öfter zu schätzen wusste.
Und er sollte wohl eine Floskel wegen dem nicht vorhandenen Kinderwunsch von sich geben. Aber das konnte Meo nicht. Es ging ihm genauso. Er wollte keine Kinder. Alles bloß das nicht. Also schwieg er dazu, nickte nur kurz bestätigend.

Ab und zu trank Meo einen Schluck aus seiner Wasserflasche, warf kurz einen Blick zu seinen Schülern. Aber noch beschäftigten sich diese ganz gut selbst und benötigen seine Aufmerksamkeit nicht. Umso besser.
„Sprachen kann man nie genug sprechen“, Meo reiste ja auch viel umher und konnte sich in etlichen Sprachen verständigen, obwohl er weit davon entfernt war, sie alle fließend zu sprechen. „Japan ist ein interessantes Land und China auch. Sehr verschieden, bin in beiden einige Monate als Backpacker unterwegs gewesen.“ Eigentlich müsste er wirklich mal wieder hin. Oder woanders. Irgendwie war er froh darüber, dass er sich mit Robbie unterhielt. Sie brachte Meo auf einige Ideen, die er nicht vergessen würde.

Aufmerksam sah er sie an. „Es geht mir nicht um die Religion“ Seine Stimme hörte sich ernster an als zuvor. „Es sind die Kunstschätze in Vatikanstadt, da sind Werke dabei... für die lohnt es sich dorthin zu gehen“. Nur ganz leicht blitzte es dann amüsiert in seinen Augen auf. „Wenn ich mal einen Supporter benötige, dann wende ich mich an dich.“ Sein Tonfall war noch immer ernst. Er meinte es durchaus auch so.
Und er musste aufpassen, sich nicht zu sehr zu verstricken. Sie verstanden sich fast ein wenig zu gut.

Sein Name von ihren Lippen ließ ihm einen angenehmen Schauer den Rücken runter rieseln, obwohl Meo im selben Moment hell auflachte. „Niemand nennt mich bei meinem vollen Namen. Nur mein Patenonkel und selbst der vergisst das meistens.“ Vergnügt grinste er zurück. „Ja .. er ist ein Pirat, nicht wahr?“ Meo selbst schaute selten etwas im Fernsehn an, andererseits hatte einer seiner Neffen eine wahre Leidenschaft für diesen Anime entwickelt, sodass selbst Meo etwas davon mitbekommen hatte.
„Woher stammt denn dein Name? In deinem Alter ist er eher ungewöhnlich, oder?“ Vielleicht nach einer Verwandten benannt? In Meos eigener Familie war das üblich.


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#20

RE: [Kalifornien] Kunst und mehr für Anfänger [Robbie & Meo]

in Die Oase Peepshow 04.01.2023 21:07
von Robbie | 59 Beiträge

„Klingt sehr, als hast du deinen Traumjob gefunden.“ sie lächelte und schlug das Bein über und betrachtete Meo. „Mein Dad macht das auch, nur mit Häusern. Seit ich klein bin, werkelt er an ihnen herum, bis sie wieder hübsch aussehen, beinahe so, wie in der Zeit eingefroren.“ sie nahm einen Schluck Wasser und betrachtete erneut die vielen Bilder die von ihnen beiden angefangen wurden. Viele hatten sie und Meo als Schwerpunkt, einige Meo, ein paar auch sie. Es war irgendwie schön, wie unterschiedlich sie auf die Leute wirkte, manche sahen in ihr so was wie einen Vamp, andere eher einen Engel, ein paar eher eine Hexe. Nun, das war sicher auch berechtigt, denn immerhin hatte sie den Lehrer abgegriffen und nicht die Damen oder Herren hier. Ihr war egal wer mit wem schlief, solange man Spaß dabei hatte und einander gut tat. Ihre Augen richteten sich wieder auf den Restaurator. Sie fand es wirklich interessant und sie war sicher auch sehr daran interessiert, das die Bilder zu Hause auch mal einen 'Abwasch' bekamen. Sie nannte es so, weil es ja eigentlich auch so war, die Schmutzschicht wurde ja, vorsichtig, abgewaschen oder abgetupft, das nichts von der originalen Schönheit verloren ging. Das waren sicher auch keine einfachen Lehrjahre, aber immerhin hatte er wohl etwas gefunden, das ihn reizte.

„Meine Familie kommt aus Schottland, daher, ja. Ich liebe Europa, die Alte Welt, einfach. Es ist ein wunderbarer Flecken Erde. Meist bin ich aber tatsächlich eher in den kühleren Ländern zu finden, weil ich hier ja schon Sonne ohne Ende habe, das brauch ich ja dann da nicht, aber ein nächster Besuch in Griechenland steht bald an.“ sie lächelte verträumt, als sie an Leo dachte. Der nette Grieche, der ihr auch ein klein wenig den Kopf verdreht hatte, aber das war wohl normal, so beim Ersten. „Ich liebe Kulturen, deswegen studiere ich wohl auch deswegen Sprachen. Weil ich nicht nur wissen will, woher unsere Sprache stammt, wie sie zusammengesetzt ist, sondern auch, wo sie ihren Ursprung hat. Verschiedene Sprachen zu sprechen, ist aber auch ein Muss, finde ich.“ nicht nur das englisch, sondern auch spanisch, französisch und ein wenig italienisch konnte sie. Hach, sie genoss das Leben, solange es noch gut zu ihr war, aber auch wenn nicht mehr, würde sie arbeiten gehen, das machte ihr nichts aus. Arbeiten hatte noch niemandem geschadet.

China und Japan. Ja, da würde sie auch gerne mal hin. „Alleine wegen der Kultur würde ich Asien gerne besuchen. Japan, China, sogar Buthan...“ Macao, Nepal... so was alles würde sie sich gerne ansehen. Es war einfach mal schön zu wissen, wo die Wiege der Welt war, wo welche Traditionen her kamen, wie man dort lebte. Natürlich mit den entsprechenden Impfungen, weil sie als weiße das alles nicht gewohnt war, dennoch war es eine Reise wert. Oder auch mehrere. „Ich würde gerne auch Bartolomeo sagen, weil er schön ist, wenn ich das darf. Ich kann natürlich auch verstehen, wenn du das nicht so siehst und das nicht möchtest. So alte Namen findet man eben selten, aber da haben wir eben was gemeinsam und das wäre schön, wenn man da vielleicht so eine Freundschaft aufbauen könnte.“ sie lächelte. Dann dachte sie nach. Woher kam ihr Namen? „Ich hab das mal meinen Dad gefragt, aber nun ja, bis heute habe ich keine wirkliche Antwort bekommen. Also habe ich mal das Internet befragt und es sagte mir, dass mein Name aus Deutschland kommt und so was wie 'Heller Ruhm' bedeutet.“ dabei zog sie eine Braue hoch und zwirbelte eine Strähne ihres blonden Haares zwischen den Fingern. „Ich bin eigentlich Brünett...“ lachte sie. Vielleicht war der Witz auch etwas abgespeckt, ein Flachwitz eben, aber dennoch war er echt.

„Ich würde mich freuen, wenn wir mal was trinken gehen könnten. Dann würde ich gerne nur für dich Model-sitzen.“ angezogen, halbnackt, nackt, mit wem dabei? Es wäre ihr egal, sie würde es tun. „Vielleicht hab ich dann ein wenig mehr gelernt. Tut mir Leid wenn ich dich ein wenig enttäuscht habe.“ natürlich tat es ihr Leid, aber sie konnte es so unschuldig rüber bringen, als sie Meo ihr erster.


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#21

RE: [Kalifornien] Kunst und mehr für Anfänger [Robbie & Meo]

in Die Oase Peepshow 11.01.2023 00:24
von Meo | 346 Beiträge

„Ja, ich habe Glück gehabt“, antwortete Meo gut gelaunt, lächelte zurück. Es war schon interessant, dass Robbies Vater in einer ähnlichen Richtung arbeitete. Wobei er lieber nicht allzu viel über ihren alten Herrn nachdenken wollte. Der würde ihm sicherlich die Hölle heiß machen, sollte er jemals erfahren was hier genau passiert war. Und das zu Recht! Da ließ er sich lieber von den Bildern der Schüler ablenken, betrachtete sie einen Moment wirklich interessiert. Nun ja, er war da nicht ganz so gnädig wie Robbie, obwohl Kunst auch immer im Auge des Betrachters lag. Dennoch, bei den meisten Bildern fehlte es an entsprechender Technik. Es waren ja eben noch Schüler hier. Die Bilder, die ihn selbst darstellten, beachtete er allerdings kaum. Doch er sah sich die von Robbie an, blickte nachdenklich auf eins der Bilder, da sie als Hexe darstellte. Wie kam man nur auf so etwas?!
„Schottland stelle ich mir sehr interessant vor. Da war ich tatsächlich noch nie.“ Das musste Meo zugeben. Vielleicht würde er das ja bei seiner nächsten Reise mal berücksichtigen. Wie eine typische Schottin kam ihm Robbie allerdings nicht vor. Oder er besaß da falsche Vorstellungen.
„Nach meinem Studium bin ich als Backpacker durch Europa gereist und dann durch die halbe Welt. Als Maler kann ich überall arbeiten.“ Wieder musste er feststellen, dass sie doch so einiges gemeinsam hatten und er lächelte Robbie erneut an. „Verschiedene Sprachen sind sehr nützlich. Ich kann mich fast überall verständigen. Aber über mehr als einzelne Sätze, bin ich meistens nicht hinaus gekommen.“ Irgendwie war es immer gegangen, doch er hatte nur oberflächliche Kenntnisse und war fasziniert von Robbies Studiengang.

Im nächsten Moment, da musste er allerdings leise lachen, bevor er Robbie dann doch ernst ansah. „Freunde benutzen normalerweise ja eher Spitznamen. Bei uns wäre es genau anders herum. Nenn mich ruhig Bartolomeo!“ Er lächelte er ihr zu, was ein Funkeln in seine Augen brachte. Sie konnte es nicht wissen, doch er hatte nicht viele Freunde. Bekanntschaften, ja. Und das auf der ganzen Welt. Doch mit Freunden, da hatte er es sonst nicht so und das die Blondine es überhaupt in Erwägung zog, ließ ihn ehrlich lächeln.
„Brünette, hm?“, fragte er leise nach. „Das würde ich gerne mal irgendwann sehen.“ Meo konnte gar nicht anders als Robbie anzusehen und sie sich in Brünett vorzustellen. Schwer fiel ihm das nicht. Faszinierend das sie gar nicht wirklich blond war. Vermutet hätte er das nicht. „Dein Name passt zu dir, finde ich“.

Langsam trank er einen Schluck aus seiner Wasserflasche, stellte diese dann zur Seite. „Ich würde mich freuen, wenn du mir Model sitzen würdest. Aber du hast mich gar nicht enttäuscht.“ Natürlich wollte er sie malen. Wie, das wusste er noch nicht. Da gab es zu viele Möglichkeiten.
Kurz blickte er sich nach den Schülern um, redete etwas leiser weiter. „Du bist schließlich kein professionelles Model und ich … naja... kein Lehrer..“ Meo zuckte mit den Schultern. Dafür hatten sie beide es doch ganz gut hinbekommen, oder nicht? „Und ich würde mich freuen, wenn wir beide etwas trinken gehen würden, Robertha“. Das sagte er nicht nur so, sondern meinte es auch so. Er hielt ihr die Hand hin, lächelte aber dabei, griff nach ihrer, hauchte einen Kuss auf ihren Handrücken.
„Ich werde den Unterricht an dieser Stelle abbrechen oder eher umändern. Die Künstler sollten hier alle ein wenig an der Technik feilen. Das haben sie wirklich nötig!“ Darin war er nun wirklich ein Meister und konnte ihnen sicherlich einige Tipps geben.

„Unsere Wetten sind gewonnen, würde ich sagen“, kam er noch einmal auf den Umstand zu sprechen, warum sie beide überhaupt hier waren. Und sie hatten sich kennengelernt, was ihm viel wichtiger erschien.


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#22

RE: [Kalifornien] Kunst und mehr für Anfänger [Robbie & Meo]

in Die Oase Peepshow 11.01.2023 18:36
von Robbie | 59 Beiträge

„Sehr schönes Land, musst du mal besuchen.“ die Burgen, die alten Schlösser, die majestätischen Herrenhäuser, das weite Land, die Sprache, die vielen Schafe, die brummeligen Schafbauern, all das liebte sie. Sie war oft in Schottland gewesen, immer in den Schulferien, immer bei ihrem Opa. Sie genoss es sehr, diesen Teil ihrer Wurzeln kennengelernt zu haben, auch wenn sie dort nicht lebten, sie liebte das Land, die Weite, die frische, klare Luft. „Theoretisch wäre dann Schottland für dich eine Reise wert gewesen, wir haben viele Portraits der alten Könige und die brauchen auch mal ne Reinigung.“ dachte sie laut nach und wippte leicht mit einem ihrer zierlichen Füße in der Luft. Es war ja nicht kalt, der Geruch der Farben wehte durch das offene Fenster hinaus. Noch immer war sie ein wenig erhitzt, aber das lag nicht nur an Meo sondern auch an dem, was sie eben miteinander geteilt hatten. Es war, trotz allem, schön gewesen, nur hatten sie, aus einem sehr naheliegenden Grund, vergessen miteinander zu reden. Sie waren einfach fasziniert vom jeweils Anderem gewesen. War okay, sie verbuchte es unter Dumm gelaufen, nächstes Mal würde es besser werden. Erfahrungen sammeln, das war wichtig.

Ja, eigentlich war das so, aber wenn er nichts dagegen hatte, dass sie ihn Bartolomeo nannte, weil das ein wirklich schöner Name war, warum sollte sie etwas dagegen haben, dass er sie nun Robertha nannte? Gut, sie war ein Verfechter der Abkürzung, aber es war auch nur richtig, das er dieses Privileg auch bei ihr haben durfte. Sie wollte ja schließlich nicht nur nehmen, sondern gab auch gerne. Erneut zuckte die mit der Schulter. „Ich weiß nicht, so berühmt bin ich nicht und will ich auch nicht sein. Es macht mir Spaß zu sein wer ich bin, da brauch ich nicht wer anderes sein.“ ob sie ihm ein Foto von sich in 'nicht blond' zeigen sollte? „Ich hab ja deine Nummer, dann kann ich dir ja mal ein Foto schicken, ich hab meines ja in der Umkleide gelassen, da hab ich ein Bild drauf.“ sie zog einen kleinen Schmollmund. „Ich mag mich aber nicht in brünett“ lachte sie und trank ihr Getränk aus und stellte das leere Gefäß auf den Tisch. Als sie ihre Hand in seine legte, kribbelte es ein wenig, nicht nur im Magen und auf ihren Fingern, sondern auch in ihrem Schritt. Er war ein sehr gutaussehender Mann, das musste man ihm einfach lassen. Sie genoss ihn und den Handkuss noch eine Weile, streichelte ihm über die Wange. „Ja, das haben wir und das werden wir.“ sie erhob sich. „Wenn du mit der klasse durch bist, können wir uns ja treffen, ich dusch mich schnell, zieh mir was an und kann draußen auf dich warten. Je nachdem wie lange der Kurs noch geht.“ sie hatte keine Ahnung, kannte nur ihre eigenen Kurse.


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#23

RE: [Kalifornien] Kunst und mehr für Anfänger [Robbie & Meo]

in Die Oase Peepshow 05.04.2023 22:18
von Meo | 346 Beiträge

„Das werde ich bestimmt mal machen“, es hörte sich gut an, was Robbie da erzählte. Für andere vielleicht nicht unbedingt, aber Meo wurde gleich hellhörig als er nur Portraits hörte. Es war eben seine große Leidenschaft. Im Gegensatz zum unterrichten, jedenfalls bestimmt nicht mehr in einem Klassenraum wie diesem hier. Das ließ ihn ja völlig kopflos werden. Zum Glück hatten sie beide die Kurve gerade noch wieder bekommen. Er mochte Robbie wirklich.

Und er würde sie auch nicht oft Robertha nennen, das war ihm selbst viel zu förmlich. Doch gelegentlich würde er das sicher nutzen. Einfach nur, weil er ihren richtigen Namen genauso schön fand wie die Abkürzung. Außerdem musste er sich selbst ja auch an die Anrede mit seinem vollen Namen gewöhnen. Hoffentlich überhörte er ihn nicht.
„Du kannst nur gut aussehen, egal mit welcher Haarfarbe“, antwortete er lächelnd. Dieser Schmollmund war unwiderstehlich! „Schick es mir ruhig, ich sehe es mir gerne an“, fügte er noch hinterher. Ihre Finger an seiner Wange lösten ein angenehmes Kribbeln aus. Nach wie vor übte Robbie eine große Anziehungskraft auf ihn aus. Das würden sie hoffentlich bei Gelegenheit wieder vertiefen.
Es war eine gute Frage wie lange dieser Kurs hier eigentlich gehen sollte. Meo wusste es selbst nicht so genau. Normalerweise hielt er sich auch nicht an vorgegebene Zeiten, denn die Kreativität besaß so ihre eigenen Phasen. Das konnte kurz oder länger sein, aber in seinen wirklichen Kursen waren die Schüler auch darauf eingestellt. Das waren oftmals ja selbst schon Künstler.

„Ich denke, ich werde hier gleich Schluss machen. In einer halben Stunde?“ Meo konnte nicht ganz widerstehen, beugte sich leicht nach unten um Robbie einen Kuss auf die Wange zu geben. „Bis später....“


TBC...


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