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#1

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in Die Oase Peepshow 08.02.2023 18:03
von Percy | 174 Beiträge

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zuletzt bearbeitet 19.01.2024 06:10 | nach oben springen

#2

RE: Süchtig nach dem Mond

in Die Oase Peepshow 08.02.2023 20:21
von Kiyan | 300 Beiträge



Der Boden bebte unter ihm, als die mächtigen Pranken die Erde berührten. Der riesige Wolf schüttelte sich einmal, hob die Schnauze dann in den Wind, filterte mühelos aus all den tausend Gerüchen, den heraus, der ihm am Wichtigsten war. Irgendwo hier in der Nähe musste Mani sein. Es war schon viel zu lange her. Hati schmiss den Kopf in den Nacken und heulte. Nicht einsam und klagend, sondern wütend und zornig hallte sein Ruf etliche Kilometer weit. Ließ selbst die Natur für den Bruchteil einer Sekunde innehalten und schweigen. An den seltenen, guten Tagen griff er aus dem Hinterhalt heraus an. Nahm sich das was er wollte, kurz und zwar nicht schmerzlos, dafür aber schnell. Heute war ganz und gar nicht so ein Tag.
Mani sollte wissen, dass er da war. Das es ihm fast die Brust zerriss, weil er den Ruf ignoriert hatte, das stetige Ziehen solange ertrug, bis es selbst für den mächtigen Wolf zu stark wurde. Dabei erkannte er nicht einmal, dass er sich selbst belog. Früher war der Abstand noch länger gewesen, vielleicht auch sein stetiges Aufbäumen dagegen heftiger. Aber es gelang dem Wolf nicht, es zu erkennen oder gar zu verstehen und es gab niemanden, der es ihm hätte sagen können. Er wusste nur eins: Wie so häufig hatte es ihn aus etwas heraus geholt, für das er viel Anerkennung unter seinesgleichen hätte bekommen können. Aber wie, verdammt jedes Mal war der immer latent vorhandene Drang Mani zu jagen stärker geworden. Bis er sich dem nicht mehr entziehen konnte. Ein Knurren drang aus seiner Schnauze. Das würde ihm der Mondgott büßen.

Hati machte zwei riesige Sprünge, hinterließ eine Schneise der Verwüstung, verwandelte sich dann übergangslos in seine menschliche Gestalt. Nur der Ausdruck in seinen Augen veränderte sich nicht, war weiterhin voller Wut und Zorn und Verlangen. Getrieben wie seit Anbeginn seines Daseins, schritt er los, die Waffe in der Hand. Wie ein Relikt aus einer alten Zeit. Um den Mann zu finden, der dafür verantwortlich war und ihn niemals losließ. Und selbst jetzt bebte der Boden leicht unter ihm und würde jemand seinen Weg kreuzen und sei es nur aus Unachtsamkeit, so würde er ihn gnadenlos vernichten. Er wollte Mani, alles andere hatte keine Bedeutung für ihn. Und dieser konnte sich verkriechen wo er wollte; er würde ihn finden und wenn er jeden verdammten Baum dieses Waldes entwurzeln und die Felsen nach ihm umdrehen musste.
Wenigstens und das war das Einzige, was er dem verfluchten Gott zugestehen musste, waren sie hier nicht mehr in einer dieser verfluchten Städte. Irgendwo weit entfernt, war der Geruch von Menschen zu wittern. Aber wenn Mani ihn nicht dazu trieb, dann würden sie ihn nicht zu sehen bekommen. Ja, selbst Hati konnte … musste sich anpassen, aber gerne tat er es nicht. Und die Welt mochte eine andere geworden sein, tatsächlich gefährlicher für ihn. Aber wie eh und je lief er im schwachen Licht des Vollmonds. Den er fast genauso sehr hasste, wie seinen Gott. Gleichzeitig war das Gefühl beruhigend, ohne das Hati es mitbekam. Niemand, weder Mensch, noch Gott, noch Riese würde es erkennen können. In diesen klaren Vollmondnächten war er aggressiver wie sonst, brutaler und gemeiner, hemmungsloser. Denn Mani würde in diesem Licht heilen können, also brauchte er sich nicht zurück zu halten.

Aber das ging ihm gerade nicht im Kopf herum als er durch die Wildnis stapfte, langsam die ersten Anzeichen einer menschlichen Zivilisation auftauchten. Das war etwas, was er nie begriffen hatte. Diese kleinen Blechbüchsen in denen die Menschen gerne herum fuhren. Vielleicht lag es ja daran, dass er selbst in dieser Gestalt zu groß und zu kräftig war, um sich darin wohlfühlen zu können. Warum bauten sie die Dinger nicht größer? Sollte einer die Menschen verstehen; er selbst machte sich die Mühe nicht. Auch, weil Mani sich ständig unter sie mischte. Obwohl das in den letzten Jahrhunderten weniger geworden war. Aber der Gott war ganz in der Nähe, er wusste es einfach.
Plötzlich fletschte Hati die Zähne, grelle Lichter blendeten ihn und instinktiv verwandelte er sich erneut in den riesigen Wolf, gab ein heftiges Knurren von sich. Ein Laut ertönte, eine Hupe … eine menschliche Stimme war zu hören, die irgendwas rief. Hati hörte nicht zu, er konnte nicht. Der Mondgott war so nahe und dieses Ding hier und der Mensch ihm im Weg. Er machte einen Satz, sprang auf das Dach des Campers, das krachend unter seinem Gewicht zusammen brach und einige Meter weit durch die Gegend rutschte. Dabei flog der Mensch heraus, schlug auf dem harten Boden auf. Wieder knurrte der Wolf, machte einen Satz, die Fangzähne gebleckt, Speichel tropfte ihm aus dem Maul, während er den Kopf senkte um den alten Mann lebendig zu verschlingen.


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#3

RE: Süchtig nach dem Mond

in Die Oase Peepshow 08.02.2023 21:25
von Percy | 174 Beiträge

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zuletzt bearbeitet 19.01.2024 06:11 | nach oben springen

#4

RE: Süchtig nach dem Mond

in Die Oase Peepshow 08.02.2023 22:25
von Kiyan | 300 Beiträge

Ein hartes Geschoss traf ihn am Kopf und Hati riss ihn herum, heulte bei den Worten wütend auf. Mani! Wie konnte der es nur wagen ….
Doch wie immer besaß der Mondgott seine sofortige Aufmerksamkeit und als er auch noch den Mittelfinger gezeigt bekam, ließ er von dem alten Mann ab. Außer sich vor Wut und knurrend hetzte er hinter Mani her. Das würde er ihm büßen. Er würde ihm schon zeigen wer hier noch Saft und Kraft hatte! Bäume flogen zur Seite und knickten ab unter seinem mächtigen Körper, Felsen zerbrachen unter seinen Krallen. Er war wie von Sinnen, konnte nicht anders als dem Gott hinterher zu laufen. Auch wie jedes Mal. Es endete doch immer gleich, fast immer jedenfalls. Warum also lief Mani davon? Sein Herz donnerte in seiner muskulösen Brust, er machte einen großen Satz, blieb stehen. Wieder hielt er die Schnauze in den Wind. Er lief nun langsamer, aber geändert hatte sich trotzdem nichts. Er folgte der Spur. Einige Bäume krachten zur Seite als er achtlos an ihnen entlang lief. Fast hätte er die Fährte verloren, doch da …
Mit einer seiner riesigen Pfoten holte er aus, sodass der Fels vor ihm einige Meter weit davon flog. Aber das interessierte ihn nicht. Er starrte den Mondgott direkt an. Wie schon so viele Male zuvor. Und er genoss den Anblick für einen so kurzen Moment, dass ihn ein Mensch nicht einmal hätte erfassen können. Mani war so schön. Und hatte ihn beleidigt. Mit einem weiteren riesigen Satz und heftigem Knurren warf er sich auf den Mondgott, zwang ihn auf den Rücken. Legte eine Pranke über seine Kehle und er musste nicht mal hinsehen, um zu wissen, dass Manis Kopf genau zwischen zwei seiner scharfen, gebogenen Krallen gefangen wahr. Wenn der sich nicht bewegte, wurde er auch nicht verletzt. Erneut ein Knurren, dann senkte der Wolf den Kopf. Es waren aber die Lippen eines Mannes, die dem Mondgott einen harten Kuss aufzwangen, ihm die Lippe blutig biss, wieder von ihm abließ. Ihn mit einer Hand packte und mit dem Rücken voran gegen einen meterweit entfernten Felsen warf. „Noch mehr Beleidigungen, Mani?“
Hati lachte höhnisch auf und er ging auf den Mondgott zu. Er hatte bei weitem nicht seine volle Kraft benutzt. „Was ist? Traust du dich nicht? Immer noch der gleiche Feigling.“ Er wollte spielen und er wollte jagen. Und danach Mani dafür bestrafen.


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#5

RE: Süchtig nach dem Mond

in Die Oase Peepshow 08.02.2023 23:09
von Percy | 174 Beiträge

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zuletzt bearbeitet 19.01.2024 06:11 | nach oben springen

#6

RE: Süchtig nach dem Mond

in Die Oase Peepshow 09.02.2023 05:33
von Kiyan | 300 Beiträge

Es war sein Schicksal zu jagen und niemand durfte es ihm verwehren. Nicht mal der Mondgott, das hatte der mächtige Wolf bei so einigen Gelegenheiten mehr als deutlich gemacht. Und noch wollte er ihn nicht wirklich verletzen, nicht so, das er nicht mehr davon laufen konnte. Doch auch Hati zahlte seinen Preis dafür und er schrie zornig auf als er die beleidigenden Worte hörte. Niemand konnte ihn mit Worten so treffen wie Mani. Es war wie ein Schlag ohne Pranken, traf ihn tief irgendwo in seinem Inneren. Aber er konnte damit nicht umgehen, alles verwandelte sich in zerstörerische Wut und Hass. Er hetzte hinter Mani her. In seiner menschlichen Gestalt, was auch hieß, dass er dem anderen absichtlich einen kleinen Vorsprung ließ. Zwar war er schnell, aber mit dem flinken Mondgott konnte er nicht mithalten. Er war größer, muskulöser und breiter. Wie ein Berserker bahnte er sich fluchend den Weg. Erst bei der Felsspalte war es endgültig vorbei mit seiner Geduld. Erneut verwandelte sich Hati in den Wolf, sprengte förmlich den engen Spalt und landete in der Senke. Der Boden bebte unter seinem Gewicht, man hörte das Geschrei einer Eule. Er rannte weiter, bekam zu viel Schwung, schlitterte halb in den See hinein. Wasser spritzte nach allen Seiten und er machte einen erneuten Satz, stand mit triefnassem Fell am Ufer. Er schüttelte sich, fast wie ein junger Welpe und ganz kurz, eine Sekunde nur, verzogen sich seine Lefzen als würde er grinsen. Dann heulte er zornig auf, drehte sich und folgte Manis Spur wieder in den Wald hinein. Doch wo steckte der Mondgott?

Die Schnauze am Boden preschte Hati voran, wieder stürzten meterhohe Bäume zur Seite, mussten seinem massigen Körper weichen. Eine riesige Tanne, älter als zwei Menschenleben, fiel krachend um und instinktiv sprang Hati in die Höhe, erwischte Mani gerade noch zwischen seinen Zähnen, bevor dieser auf dem Boden aufschlug, schleuderte den Mondgott mit einer einzigen Drehung seines großen Kopfes in den See hinein. Sich in dem Wipfel eines riesigen Baumes zu verbergen, war gar nicht so schlecht gewesen und Hati rannte etwas ruhiger zurück zum Wasser. Wenn er nass geworden war, dann geschah das dem anderen nur Recht und er blieb am Ufer stehen, schöpfte nun mit der hohlen Hand eines menschlichen Körpers etwas von dem kühlen Nass, trank es. Nicht weil er durstig war, sondern er wollte Mani die Gelegenheit geben aus dem See zu kriechen. Seine Augen verengten sich leicht und mit schweren Schritten, die auf dem Wasser kleine und größere Kreise erzeugten, watete er einige Meter ins Wasser hinein, packte den Gott erneut, warf ihn in den nassen Sand am Ufer.
Und wieder trank er Wasser, nun bis zu den Hüften im Wasser verborgen und erst dann wandte er sich zu seiner Beute um, verringerte langsam den Abstand zwischen ihnen. „Du bist so schwach, wie einer deiner Menschen“, gab er verächtlich von sich. So gerade eben klang Enttäuschung in seiner Stimme mit. Und wenn Mani nicht gleich wieder loslief, dann wäre er wirklich enttäuscht und diese Erkenntnis ließ Hati selbst in dieser Gestalt ein zorniges Knurren von sich geben. Laut genug, dass es von den Felsen um den See herum zurück geworfen wurde.


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#7

RE: Süchtig nach dem Mond

in Die Oase Peepshow 09.02.2023 19:52
von Percy | 174 Beiträge

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zuletzt bearbeitet 19.01.2024 06:11 | nach oben springen

#8

RE: Süchtig nach dem Mond

in Die Oase Peepshow 09.02.2023 22:40
von Kiyan | 300 Beiträge

Hati spürte Manis Zorn nicht nur, er sah ihn jetzt auch in den blauen Augen und das trieb ihn nur weiter an. Er war der Hasser, je mehr solcher Gefühle in seiner Nähe waren, umso stärker wurde seine eigene Wut, seine unbändige Kraft steigerte sich bald ins Grenzenlose.
Mitleidlos sah er zu wie der Mondgott über den Sand kroch. Er kam ihm so schwach vor, seiner gar nicht würdig und doch war er dazu verdammt hinter ihm herzujagen. Wieder brüllte er vor Zorn als er die Worte hörte und beinahe hätte er sogar in seiner menschlichen Gestalt einen riesigen Satz gemacht. Doch in dem Moment zog der Mondgott sein Shirt aus. Hati starrte ihn an, sein Verlangen nach diesem Mann wuchs, würde sich bald nicht mehr kontrollieren lassen. Weil er es nicht wollte, es war schon wieder so lange her. Was seine Augen nicht sehen wollten, weil sie mit von Nachtlicht beschienener Haut beschäftigt waren, roch er jedoch sofort. Blut. Göttliches Blut. Manis Blut. Nun würde er ihm nicht mehr entkommen können. Aber Hati blieb wie erstarrt stehen, jetzt waren es seine, ebenfalls blauen Augen, die dunkel vor Hass aufblitzen und auf einmal rannte er blind vor Wut los. Dieser verfluchte Mondgott! Wenn er den erwischte ….
Seine Stiefel donnerten über den Sand, die mächtigen Muskeln waren angespannt, eine Waffe lag in seiner Hand. Bisher hatte er gespielt, jetzt wurden seine Bewegungen kraftvoller und sein zorniges Heulen hallte durch den Wald.
Die Verwandlung von dem Mann zum Wolf war mitten in einem Sprung durchzogen worden, ohne langsamer zu werden oder gar darüber nachzudenken. Er hetzte immer noch hinter Mani her. Aber nun war der Vorsprung schon geringer ausgefallen, den er dem Mondgott zugedachte. Hati fühlte nur Zorn, Hass und Verlangen. Dann der Geruch des Blutes in der Luft, es machte ihn schier verrückt. Kurz tauchte in einiger Entfernung Mani vor ihm auf. Er wusste, dass dieser langsam an seine Grenzen stieß. Der Wolf konnte noch ewig so laufen, seine mächtigen Muskeln stemmten sich gegen sämtliche Widerstände, hinterließen rohe Zerstörung und wirbelnden Staub.

Hati knurrte, drückte sich ab und sprang. Drehte sich noch in der Luft, sodass er Mani direkt in die Augen sah, als er wieder Erde unter den Pfoten spürte. Der Mondgott prallte gegen seinen massigen Brustkorb, landete auf dem Boden. Hatis Augen blitzten und er holte mit einer seiner Pranken aus, brüllte seinen Zorn Mani entgegen. Doch getroffen hatte er ihn nicht. Stattdessen flogen Bäume wie Spielzeuge zur Seite, Büsche entwurzelten und es prasselte der Waldboden auf sie hinunter wie dreckiger Regen. Hati schloss die Augen, wartete ab bis der Staub sich lichtete. Und erst dann wurde klar, dass der Mondgott seine Lichtung gefunden hatte. Geschaffen von seinem Verfolger. Die Luft flirrte leicht und dann stand der Barbar dort in einiger Entfernung zu dem Gott, stützte sich mit beiden Armen auf den großen Kriegshammer. Den Blick auf die Lichtung und auf Mani gerichtet. Warum hatte er das getan? Weil die Jagd bisher unbefriedigend gewesen war und er so vielleicht von neuem beginnen konnte? So musste es sein und doch wartete er einfach nur. Bewegte sich dann langsam, aber stetig mit schweren Schritten auf den Mondgott zu, warf den Hammer unterwegs etliche Meter weit fort. Den brauchte er nicht und seine ganze große Gestalt verriet nichts Gutes, so viel Zorn hatte er schon seit Jahrhunderten nicht mehr verspürt.


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#9

RE: Süchtig nach dem Mond

in Die Oase Peepshow 09.02.2023 23:48
von Percy | 174 Beiträge

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zuletzt bearbeitet 19.01.2024 06:11 | nach oben springen

#10

RE: Süchtig nach dem Mond

in Die Oase Peepshow 10.02.2023 22:47
von Kiyan | 300 Beiträge

Niemanden gelang es ihn so wütend zu machen wie der Mondgott. Hati spürte wie sein Herz vor Zorn gegen seine Rippen pochte, sein Blut schien schneller zu fließen und er wollte nur eins: Mani zeigen wo sein Platz war, im Staub vor seinen Füßen. Er war außer sich vor Wut und doch bekam er immer noch mehr Worte an den Kopf geknallt. Ja, er hörte sie immer alle und wieder kam ein zorniges Knurren über die Lippen des Barbaren. Selbst nach all den Jahrhunderten warf ihm Mani es immer noch vor. Dabei musste er ihn jagen!
Das Verlangen nach diesem Mann floss wie flüssige heiße Lava durch seinen Körper, angetrieben von Zorn und Hass und beides nährte der Mondgott gerade selber.
Unbeirrt stapfte er hinter ihm her, der Boden bebte leicht unter seinen Schritten und wieder bahnte er sich den Weg mit roher Gewalt, schob dicke Baumstämme einfach zur Seite als wären sie nur dünne, brüchige Zweige. Langsam kam er Mani immer näher und doch holte er ihn erst ein, als der Mondgott schwer atmend auf den Boden fiel. Diesem verdammten Gott würde er es schon zeigen!!!

Begehrlich richtete sich sein Blick auf den nackten Oberkörper, die Muskeln, die leicht im Nachtlicht glänzten. Doch anstatt zu funkeln, blieb das Blau seiner Augen eisig kalt. Mit einer geschmeidigen Bewegung zog sich der Hasser das gewebte Hemd von seinem Oberkörper, warf es gleichgültig beiseite. Nur ein kleiner Hinweis darauf, wie das hier später enden würde und er präsentierte seinen breiten muskulösen Oberkörper. Hati war beharrt auf der Brust, doch nicht so stark, wie man es von einem Wolf erwarten könnte. Nichts an diesem Mann war auch nur annähernd schwach, er strahlte Stärke und Kraft aus und einen eisernen Willen, der gerade stärker als das Gleipnir schien, das seinen Vater Fenris band. Und er war so dermaßen angepisst, dass die Luft um ihn herum anfing zu flimmern und er sich wieder in den Wolf verwandelte, was er in dieser Phase der Jagd meistens unterließ. Die Reißzähne gebleckt, legte er eine Pranke schwer auf Manis Brust, drückte ihm die Luft weg und begann mit einer scharfen Kralle Manis restliche Kleidung zu zerteilen und achtlos von ihm herunter zu reißen, hinterließ hier und da ein rotes Muster dabei. In der Wolfsgestalt liebte er den Geruch von Manis Blut. Er gab die Lunge des Mondgottes erst wieder frei als er sah, dass der es nicht mehr viel länger aushalten würde. Dunkel hallte sein Knurren durch die Nacht und dann schleuderte er den anderen mit einem Hieb gegen einen der ein paar Meter entfernten Bäume.

Hati brüllte vor Zorn, wechselte nun wieder in die Mannesgestalt, die erneut mit schweren Schritten auf den anderen zulief. Langsam, doch unabänderlich. Und mit jedem Schritt entledigte er sich eines weiteren Kleidungsstückes, es war ihm nur hinderlich in diesem Moment.
Sein Blick war nur auf den Mondgott gerichtet und er zögerte nicht als er bei diesem angekommen war. Unsanft riss er ihn an einem Arm nach oben auf die Füße, presste ihn mit dem Bauch voran gegen den Baumstamm. Seine Zähne gruben sich hart in Manis Schulter und er biss zu, drehte seinen Arm langsam in einen unnatürlichen Winkel, dass seine empfindlichen Ohren das leichte Knirschen bereits vernahmen. Dazu Manis Wimmern, sein mächtiges Geschlecht wurde bereits hart.


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#11

RE: Süchtig nach dem Mond

in Die Oase Peepshow 11.02.2023 18:22
von Percy | 174 Beiträge

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zuletzt bearbeitet 19.01.2024 06:12 | nach oben springen

#12

RE: Süchtig nach dem Mond

in Die Oase Peepshow 11.02.2023 19:43
von Kiyan | 300 Beiträge

Solange sich auch nur ein Atemzug in Hati befand, würde es mit Sicherheit keine Zuschauer geben. Mani war sein. Er war besitzergreifend und eifersüchtig und würde es nie zulassen, dass irgendjemand auch nur einen Blick auf den Mondgott bei ihrem Akt warf. Das gehörte ihm alleine. Vielleicht war es auch die Folge davon, dass der Mondgott nicht mehr alleine auf seinem Wagen fuhr, sondern nun unter den zahlreichen dummen Menschen lebte, die nicht die geringste Ahnung davon hatten, wem der Mondgott gehörte. Und in Hatis Augen tat er durchaus etwas für diesen. Er überlebte es doch. Seit Äonen schon, manchmal nur knapp, aber es geschah. Aber Mani war es nicht genug und das machte ihn zornig. Darauf lief es immer hinaus. Der Hasser trug so unbändige Wut in sich und niemand konnte jemals erahnen was geschehen würde, sollte er einmal tatsächlich diese nicht mehr an dem Mondgott lindern.
Andererseits feuerte Mani diese auch an und Hati war wie gefangen dadurch, selbst der mächtige Wolf musste in dieser Beziehung verweilen und frustriert schnaubte er als der Mondgott ihm den ersten Schrei verwehrte. Seine Finger bohrten sich wie Schraubstücke in Manis Hüften und er zog ihn gegen sich, während er gleichzeitig hart und noch tiefer wie zuvor in ihn stieß. Sich brutal und rücksichtslos in das heiße Fleisch versenkend, es erbarmungslos dehnte, damit es seinen großen Schwanz aufnehmen konnte. Laut und hemmungslos stöhnend stieß er wie ein Speer wieder und wieder in Manis heiße Mitte. Getrieben von Lust und der Notwendigkeit und beides hielt sich momentan die Waage. Würde es zumindest, wenn dieser verdammte Mondgott mal endlich den Mund hielt. Ein Keuchen entrang sich dem Hasser, sein Griff wurde fester und er hörte irgendetwas in Manis Körper knacken. Wie immer trieb es ihn nur noch mehr an. Und er antwortete Mani durchaus, schob ihm zwei Finger in den Mund, während er ihn unbeirrbar weiter und weiter fickte, sich in ihn hinein hämmerte als hinge ihrer beider Leben davon ab. Wenn Mani ihn beißen würde, dann würde er es bitter bereuen.
Hati spürte eine Veränderung zwischen ihnen, ganz leicht nur und damit konnte der Wolf überhaupt nicht umgehen. Er tat dasselbe wie immer, glaubte er jedenfalls. Also musste es an dem Mondgott liegen. Doch er war wie blind was das betraf und daher noch brutaler, damit Mani so reagierte, wie er das gerne hatte. Und nein, er hatte sich an niemand anderem ausgetobt, daher dauerte es lange … sehr lange bis er sich mit einem lauten Brüllen, tief und zuckend in Mani ergoss, sich immer noch weiter bewegte, so als könnte er gar nicht aufhören damit und es erneut dauerte, bis er sich wieder völlig zurückzog.


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#13

RE: Süchtig nach dem Mond

in Die Oase Peepshow 11.02.2023 20:24
von Percy | 174 Beiträge

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zuletzt bearbeitet 19.01.2024 06:12 | nach oben springen

#14

RE: Süchtig nach dem Mond

in Die Oase Peepshow 11.02.2023 23:41
von Kiyan | 300 Beiträge

Er hatte bekommen was er wollte. Oder wie immer eher das, was ihm Mani zugestand. Selbst wenn dieser blutend, schreiend und verschwitzt in seinen Armen lag, war es nie etwas gemeinsames. Und er war der festen Überzeugung das Mani es ihm absichtlich vorenthielt. Aber das war unabänderlich und Hati hätte sich fast schon von dem Mondgott gelöst, wäre wortlos wieder verschwunden. Auch wie immer. Mit seinem Todeswunsch im Ohr, ausgesprochen von dem Mann, nach dem er sich bald wieder verzehren und ihn jagen würde. Was ihn dort hielt, waren die nächsten Worte. Ernst genug ausgesprochen, dass er tatsächlich reagierte. Zum ersten Mal. Hati sprach sehr ruhig, den Blick an Mani vorbei gerichtet.
„Du wirst durch mich sterben. Ich werde dich verschlingen, wenn Ragnarök gekommen ist.“ Selbst sein Tod würde ihm gehören. Und das war eine weitere Tragik. Irgendwann und mochte es noch in so weiter Ferne liegen, würde er den Mondgott töten, wie es ihm vorher bestimmt war. Und wie sollte er das tun, wenn auch nur ein Hauch von anderen Empfindungen in ihm für Mani ruhte. „Ich werde nicht zulassen das es vorher geschieht“. Seine Hände, die er schon zurückziehen wollte, griffen erneut nach dem Mondgott. Einen winzigen Hauch sanfter nun, umschlangen sie die schlanke Gestalt und er zog ihn wieder näher an sich. Was nicht unbedingt etwas freundliches sein musste. Manchmal nahm er Mani auch noch ein zweites Mal. Doch das hatte er jetzt nicht vor. Vermutlich musste er den Gott bald ins Mondlicht bringen. Auch das war eine Ironie. Wäre er selbst so stark verletzt, sein Körper würde sich viel schneller heilen können, vor allem wenn er die Wolfsgestalt annahm.
Für einen kurzen Moment wurde Mani von zwei riesigen Pranken gehalten und der mächtige Wolf senkte die Schnauze. Nicht um ihn erneut zu beißen, sondern um einmal über die Bisswunde an der Schulter zu lecken, den Schmerz zu lindern. Es war die einzige, an der er gerade irgendwas tun konnte.
„Und wenn ich immer an deiner Seite bleiben muss.“ Die Menschenstimme hatte nun wieder einen wütenden Unterton. Es klang wie eine Drohung und ein Versprechen gleichermaßen und im Grunde war es das auch. Es zwang ihn überhaupt niemand, ständig die Erde wieder zu verlassen. Sicher, der Hasser hielt sich hier nicht gerne auf, tat es nur, weil der Mondgott sich hier verkroch. Doch er konnte seinen Aufenthalt ziemlich ausdehnen, wenn er es denn wollte. Bisher war nur nie die Veranlassung dazu gewesen.


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#15

RE: Süchtig nach dem Mond

in Die Oase Peepshow 12.02.2023 01:18
von Percy | 174 Beiträge

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zuletzt bearbeitet 19.01.2024 06:12 | nach oben springen


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